JAPAN: Unbequeme 'Trostfrauen' – Frauenrechtlerinnen fordern Wiedergutmachung
Im 'Women's Active Museum' (WAM) im Zentrum von Tokio befinden sich die einzigen visuellen Zeugnisse der systematischen sexuellen Sklaverei, die japanische Soldaten vor und während des Zweiten Weltkriegs in den von ihnen besetzten Ländern praktizierten. Die Fotos, Bücher und Videos erzählen die Geschichten Tausender junger Asiatinnen, die zwischen den dreißiger Jahren und 1945 zum Sex mit Angehörigen der damaligen Kaiserlichen Armee gezwungen wurden. Der japanische Staat stritt die Existenz der so genannten 'Comfort women' (Trostfrauen) jahrzehntelang ab. ORIGINAL ENGLISH VERSION
NEPAL: Frauen als Gipfelstürmerinnen – Doch Gewalt bleibt ein Problem
Zehn Nepalesinnen erklommen am 23. Mai 2008 als erstes ausschließlich weibliches Team den Mount Everest. Sie vollbrachten damit nicht nur eine einzigartige sportliche Leistung, sondern hielten für die Frauen ihres Landes eine Botschaft bereit: dass es keinen Gipfel gibt, den sie nicht erklimmen könnten. ORIGINAL ENGLISH VERSION
SCHWEIZ: UN-Resolution 1325 – Kleines Land ganz groß
Die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats, die auf die verstärkte Einbeziehung von Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen zielt, ist am 31. Oktober zehn Jahre alt geworden. Zu den wenigen Ländern, die sich aktiv für die Umsetzung der Resolution 'Frauen, Frieden und Sicherheit' einsetzen, gehört die Schweiz.
RUANDA: Erfolgsfaktor Frauen – Aus Wirtschaft und Politik sind sie nicht mehr wegzudenken
Ruanda, ein kleiner Binnenstaat im Osten Afrikas, hat nach dem Völkermord von 1994 mit einer Vielzahl positiver Entwicklungen auf sich aufmerksam gemacht. In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil von Frauen im Parlament höher als hier, und auch wirtschaftlich befindet sich Ruanda im Aufwind. Das Erfolgsrezept des schwer traumatisierten Landes lautet. Sorge dafür, dass Frauen aktiv am Wiederaufbau beteiligt werden. ORIGINAL ENGLISH VERSION
SÜDAFRIKA: Männergewalt ist heilbar – Netzwerk kämpft für den Schutz der Frau
"Frauen können sich erfolgreich vor Gewalt schützen, wenn sie sich ein wenig von uns Männern helfen lassen", sagt Patrick Godana vom 'Sonke Gender Justice Network' in Südafrika. Die Organisation setzt sich für die Gleichberechtigung und den Schutz der Frau vor sexueller Gewalt ein – indem sie bei den Männern ansetzt.
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BURUNDI: Erst nach dem Krieg kam der Durchbruch - Frauen auf dem Weg nach oben
In Kirundi, der burundischen
Nationalsprache, meint das Wort 'Umunyakigo' eine Person, die sich
im Hinterhof aufhält. Doch verwendet wird es auch als Synonym für
'Mädchen' - ein direkter Hinweis auf die unbedeutende Rolle, die
Frauen traditionell in der burundischen Gesellschaft spielten. Im
öffentlichen Leben hatten eben die Männer das Sagen.
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KENIA: Friedensarbeit beginnt an der Basis – Vermittlerin Dekha Ibrahim Abdi weltweit gefragt
Die kenianische Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi ist Trägerin des Alternativen Nobelpreises von 2007 und war eine der 1.000 so genannten Friedensfrauen, die 2005 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden waren. Anfang 2010 wurde die Kenianerin mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet.
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BRASILIEN: Mit der UN-Resolution 1325 kam die Wende – Friedensikone Charf erinnert sich
Sie ist 85 und kein bisschen leiser. Dem Kampf für Frauen und Frieden hat sie einen großen Abschnitt ihres langen und bewegten Lebens gewidmet. Nun hofft Clara Charf, Präsidentin der brasilianischen Vereinigung der Frauen für Frieden ('Associação Mulheres pela Paz'), dass eine Frau in den Präsidentenpalast ihres Landes einzieht.
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NAHOST: Israelinnen und Palästinenserinnen gemeinsam für den Frieden
Es war ein informelles und wahrscheinlich auch illegales Treffen. 1988 versammelten sich israelische und palästinensische Frauen erstmals in einem Kloster in Jerusalem, um über den Frieden zu diskutieren. Es sollte nicht bei einer Zusammenkunft bleiben. Die Behörden sahen darüber hinweg, dass die Frauen sich nicht an das Verbot politischer Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern hielten.
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LIBERIA: UN-Resolution 1325 großgeschrieben – Gewalt gegen Frauen bleibt Problem
Die Vizepolizeichefin Bennetta Holder Warner sitzt hinter ihrem Arbeitstisch, auf dem sich Bücher und Aktenordner stapeln. Ihre schwarz glänzende Uniform sieht aus wie neu. Die Liberianerin leitet das gerade einmal fünf Jahre alte Sonderdezernat für den Schutz von Frauen und Kindern.
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PAPUA-NEUGUINEA: Helen Damu Hakena - Vom 'Häuptling' zur Vorkämpferin für Frauenrechte
Die weit über die Grenzen von Papua-Neuguinea und Gesamtozeanien hinaus bekannte Helen Damu Hakena strahlt eine Heiterkeit aus, die darüber hinwegtäuschen mag, mit welch außergewöhnlicher Energie und innerer Stärke sie sich für Gerechtigkeit, Friedenssicherung, Menschen- und Frauenrechte sowie die UN-Resolution 1325 engagiert hat.
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UN: Resolution 1325 nur bedrucktes Papier – Kanadas Anwalt für Frauenrechte Lewis zieht Bilanz
Mit Lob und verhaltenem Optimismus hat Kanadas Anwalt für Frauenrechte, Stephen Lewis die Gründung der UN-Frauenagentur kommentiert. "Den UN steht ein harter Kampf bevor, doch die Aussichten auf einen Erfolg stehen gut", sagte Lewis. Dies sei die letzte echte Chance, die Resolution über Frauen, Frieden und Sicherheit (UNSCR 1325) vom 31. Oktober 2000 tatsächlich umzusetzen.
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GUATEMALA: Böses Erwachen in 'Wiege' der Resolution 1325 – Interview mit Luz Méndez
Die Friedensabkommen von 1996, die Guatemala nach 36 Jahren Bürgerkrieg, 200.000 Toten, 45.000 Verschwundenen und über einer Million Auslandsflüchtlingen das Ende des bewaffneten Konflikts brachten, waren ein großes Versprechen. Damals einigten sich Regierung und URNG-Rebellen auf eine Steuerreform und ein ländliches Entwicklungsprogramm zur Bekämpfung der Armut – vor allem der Maya-Ureinwohner, die die meisten Opfer des 'schmutzigen Krieges' zu beklagen hatten. Doch was das Vertragswerk so außergewöhnlich machte: Erstmals in der Geschichte des zentralamerikanischen Landes wurde Frauen das Recht auf politische Partizipation und auf besonderen Schutz vor Gewalt, Marginalisierung und Armut zugestanden.
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BOSNIEN: Mehr 1325 bitte
Alles begann mit einem Film. 2006 sah das Publikum in einem voll besetzten Kino in Sarajevo den Film 'Grbavica' der Regisseurin Jasmila Äbaniæ, die Geschichte der im Krieg sexuell missbrauchten Bosnierin Esma, deren Tochter von einem Vergewaltiger gezeugt wurde (deutscher Titel: 'Esmas Geheimnis'). Draußen vor dem Gebäude begannen Frauen damit, Unterschriften zu sammeln. 50.000 Menschen unterstützten schließlich die Aktion, die den Opfern der Massenvergewaltigungen mehr Anerkennung und Hilfe verschaffen sollte.
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